kWh (Kilowattstunde)

Die Kilowattstunde, abgekürzt kWh, ist die Maßeinheit für Energie oder Arbeit. Sie gibt an, wie viel Energie ein Gerät innerhalb einer Stunde verbraucht oder erzeugt, wenn es eine konstante Leistung von einem Kilowatt (1.000 Watt) erbringt.

Der wichtige Unterschied: kW vs. kWh

In der Energiewelt werden diese beiden Begriffe oft verwechselt, haben aber unterschiedliche Bedeutungen:

  • kW (Kilowatt): Das ist die Leistung. Man kann es mit der Geschwindigkeit eines Autos (km/h) vergleichen. Es zeigt, wie viel Kraft ein Gerät in einem Moment hat (z. B. eine Solaranlage mit 10 kWp).

  • kWh (Kilowattstunde): Das ist die Energiemenge. Es entspricht der zurückgelegten Strecke des Autos (km). Es zeigt, wie viel Energie über einen Zeitraum hinweg geflossen ist.

Bedeutung für die Abrechnung:

Die kWh ist die Einheit, nach der Ihr Energieversorger abrechnet. Auf Ihrer Stromrechnung finden Sie den Arbeitspreis, der angibt, wie viele Cent Sie pro verbrauchter Kilowattstunde bezahlen (z. B. 35 Cent/kWh).

kWh bei Solaranlagen und Speichern:

  • Ertrag: Wenn Ihre Solaranlage einen Tag lang in der Sonne arbeitet, produziert sie eine bestimmte Menge an kWh, die Sie entweder selbst nutzen oder einspeisen.

  • Speicherkapazität: Die Größe eines Batteriespeichers wird in kWh angegeben. Ein 10-kWh-Speicher kann theoretisch ein Gerät, das 1 kW benötigt, genau 10 Stunden lang mit Strom versorgen.

Einfache Faustformel: Leistung (kW) × Zeit (Stunden) = Energie (kWh) Wenn ein Heizlüfter mit 2 kW Leistung genau eine halbe Stunde läuft, hat er 1 kWh verbraucht.