Energieberatung

Wie viel Energie spart Einblasdämmung im Mietobjekt?

25. Juni 2026

Vermieter in roter Jacke berührt Einblasdämmung in einer Hohlwandöffnung einer hellen Mietwohnung.

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Einblasdämmung spart in typischen Altbauten zwischen 20 und 40 Prozent Heizenergie ein, wenn Hohlräume in Außenwänden, Dachschrägen oder Decken bisher ungedämmt waren. Wie groß die Einsparung tatsächlich ausfällt, hängt vom Ausgangszustand des Gebäudes, der gedämmten Bauteilfläche und dem verwendeten Dämmmaterial ab. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Einblasdämmung im Mietobjekt.

Wie funktioniert Einblasdämmung technisch?

Bei der Einblasdämmung wird loses Dämmmaterial über kleine Bohrlöcher in bestehende Hohlräume eines Gebäudes eingeblasen. Das Verfahren eignet sich für Hohlwände, Dachschrägen, Zwischendecken und Kriechkeller, ohne dass größere Bauarbeiten nötig sind. Nach dem Einblasen werden die Bohrlöcher verschlossen, sodass die Fassade oder Decke optisch nahezu unverändert bleibt.

Als Dämmmaterial kommen vor allem Zelluloseflocken aus recyceltem Zeitungspapier, Mineralwolle in Granulatform und Perlite zum Einsatz. Zellulose ist besonders verbreitet, weil sie sich gleichmäßig verteilt, Feuchtigkeit reguliert und aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Das Material wird mit einer Einblasmaschine unter kontrolliertem Druck eingebracht, bis der Hohlraum vollständig und ohne Lücken gefüllt ist.

Der entscheidende Vorteil gegenüber klassischen Dämmplatten liegt im minimalen Eingriff in die Bausubstanz. Wände müssen nicht geöffnet, Verkleidungen nicht entfernt werden. Das macht die Einblasdämmung besonders attraktiv für bewohnte Mietobjekte, weil die Mieter während der Arbeiten kaum beeinträchtigt werden.

Wie viel Heizenergie lässt sich durch Einblasdämmung einsparen?

Durch Einblasdämmung lassen sich je nach Gebäudetyp und Ausgangszustand zwischen 15 und 40 Prozent der Heizkosten einsparen. Bei Gebäuden aus den 1950er bis 1980er Jahren, die noch keine Dämmung in Außenwänden oder Dachschrägen haben, fällt die Einsparung am größten aus. Neuere Gebäude mit bereits teilweise gedämmter Hülle profitieren weniger stark.

Konkret bedeutet das: Wer heute für ein typisches Einfamilienhaus aus den 1970er Jahren jährlich 2.000 Euro für Heizung ausgibt, kann nach einer vollständigen Einblasdämmung der Außenwände und des Daches realistisch mit 400 bis 800 Euro weniger rechnen. Diese Zahlen sind Richtwerte und hängen stark vom individuellen Verbrauchsverhalten, der Heizungsanlage und dem Wohnklima ab.

Wichtig zu verstehen ist, dass die Einblasdämmung allein keine Wärmebrücken an Fenstern, Türen oder Deckenrändern beseitigt. Wer den vollen Effekt erzielen möchte, kombiniert sie idealerweise mit einer Überprüfung dieser Schwachstellen.

Welche Faktoren beeinflussen die Energieeinsparung bei der Einblasdämmung?

Die tatsächliche Energieeinsparung durch Einblasdämmung hängt von mehreren Faktoren ab: dem Ausgangszustand der Gebäudehülle, der Größe der gedämmten Fläche, der Dicke des vorhandenen Hohlraums und der Qualität der Ausführung. Gebäude mit sehr dünnen Hohlräumen erzielen naturgemäß geringere Dämmwerte als solche mit breiten Wandkonstruktionen.

Auch das gewählte Dämmmaterial spielt eine Rolle. Zellulose erreicht einen Wärmeleitwert von etwa 0,040 W/(mK), Mineralwollegranulat liegt ähnlich, während Perlite etwas schlechter abschneidet, dafür aber besonders druckstabil ist. Je niedriger der Wärmeleitwert, desto besser die Dämmwirkung pro Zentimeter Materialdicke.

Ein weiterer Faktor ist die Luftdichtheit des Gebäudes. Einblasdämmung reduziert Transmissionswärmeverluste durch die Bauteile, aber unkontrollierte Luftströmungen durch undichte Fugen oder schlecht schließende Fenster bleiben bestehen. Wer nach der Dämmung noch spürbare Zugluft bemerkt, sollte diese Schwachstellen separat angehen.

Lohnt sich Einblasdämmung im Mietobjekt finanziell?

Einblasdämmung lohnt sich im Mietobjekt in den meisten Fällen, weil die Investitionskosten vergleichsweise niedrig sind und sich die Maßnahme durch Heizkosteneinsparungen und mögliche Mietanpassungen nach Modernisierung mittelfristig amortisiert. Die Amortisationszeit liegt je nach Gebäude und Energiepreisen typischerweise zwischen 8 und 15 Jahren.

Für Vermieter kommt ein weiterer Aspekt hinzu: Seit der Verschärfung energetischer Anforderungen steigt der Druck, Bestandsgebäude zu modernisieren. Gut gedämmte Objekte lassen sich leichter vermieten, erzielen stabilere Mieten und sind langfristig weniger von steigenden Energiepreisen abhängig. Das schützt auch die Mieter vor hohen Nebenkosten, was die Mieterzufriedenheit steigert.

Im Vergleich zu aufwendigeren Dämmverfahren wie dem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist die Einblasdämmung deutlich günstiger in der Ausführung. Für eine Außenwanddämmung eines typischen Einfamilienhauses liegen die Kosten je nach Wandkonstruktion und Fläche oft zwischen 3.000 und 8.000 Euro, während ein vollständiges WDVS ein Vielfaches kosten kann.

Welche Fördermittel gibt es für Einblasdämmung im Mietobjekt?

Einblasdämmung wird über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert, wenn sie Teil einer energetischen Sanierungsmaßnahme an der Gebäudehülle ist. Vermieter können über die KfW einen Zuschuss oder ein zinsgünstiges Darlehen beantragen. Die Förderquote für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle liegt aktuell bei bis zu 15 Prozent der förderfähigen Kosten, mit einem möglichen Bonus von weiteren 5 Prozent, wenn ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vorliegt.

Der iSFP-Bonus ist besonders interessant: Wer vor der Sanierung eine professionelle Energieberatung mit iSFP durchführen lässt, erhöht die Förderquote und bekommt gleichzeitig eine klare Priorisierung aller sinnvollen Maßnahmen am Gebäude. Das BAFA fördert die Erstellung des iSFP selbst mit bis zu 50 Prozent der Beratungskosten, gedeckelt auf 650 Euro bei Gebäuden mit ein bis zwei Wohneinheiten und 850 Euro bei Gebäuden mit drei oder mehr Wohneinheiten.

Zusätzlich lohnt ein Blick auf regionale Förderprogramme der Bundesländer und Kommunen, die in manchen Fällen ergänzende Zuschüsse für energetische Sanierungen bieten. Diese Programme variieren stark und sollten vor Antragstellung geprüft werden.

Wann ist Einblasdämmung die beste Wahl gegenüber anderen Dämmverfahren?

Einblasdämmung ist die beste Wahl, wenn ein Gebäude bereits vorhandene Hohlräume in Wänden, Dachschrägen oder Decken hat, die bisher ungedämmt sind. In diesem Fall bietet das Verfahren das beste Verhältnis aus Aufwand, Kosten und Wirkung. Gibt es keine nutzbaren Hohlräume, sind andere Verfahren wie Innendämmung oder WDVS notwendig.

Besonders geeignet ist die Einblasdämmung für Gebäude aus der Nachkriegszeit bis in die 1980er Jahre, die mit zweischaligem Mauerwerk oder Holzständerkonstruktionen gebaut wurden. Diese Bauweisen haben typischerweise Hohlräume von 4 bis 10 Zentimetern, die sich gut befüllen lassen.

Weniger geeignet ist das Verfahren, wenn die Fassade ohnehin erneuert werden muss oder wenn die Außenwand keine ausreichende Hohlraumtiefe bietet. In solchen Fällen ist ein WDVS oder eine Kerndämmung mit Einputzplatten wirtschaftlich sinnvoller. Auch bei feuchten Wänden sollte die Ursache der Feuchtigkeit zuerst behoben werden, bevor gedämmt wird, da eingebrachtes Dämmmaterial in dauerhaft feuchten Hohlräumen seine Wirkung verliert.

So hilft ProEco Rheinland bei der Einblasdämmung Ihres Mietobjekts

Bevor Sie in eine Einblasdämmung investieren, lohnt sich eine professionelle Einschätzung des energetischen Zustands Ihres Gebäudes. Wir von ProEco Rheinland unterstützen Sie dabei mit unserer unabhängigen Energieberatung für Immobilieneigentümer im Rheinland. Das bekommen Sie bei uns:

  • Eine detaillierte Vor-Ort-Analyse durch zertifizierte Energieeffizienzexperten, die prüfen, ob Einblasdämmung für Ihr Objekt geeignet ist
  • Einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP), der alle sinnvollen Maßnahmen priorisiert und den iSFP-Bonus bei der KfW-Förderung sichert
  • Die vollständige Abwicklung Ihres BAFA-Zuschusses für die Energieberatung, ohne dass Sie sich um Formulare oder Fristen kümmern müssen
  • Konkrete Empfehlungen zu Fördermitteln, die zu Ihrem Objekt und Ihrer Situation passen

Sprechen Sie uns an und vereinbaren Sie ein unverbindliches Erstgespräch. Wir helfen Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihr Mietobjekt zu treffen.

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