Förderung

Altes Dach, neue Energie: Wie Sie die staatliche Förderung für Ihre Dachsanierung optimal nutzen!

3. Juni 2026

Nahaufnahme eines Bauarbeiters, der auf einem Dach arbeitet

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Ein Dach über dem Kopf zu haben, bedeutet Schutz und Geborgenheit. Doch wenn das Dach in die Jahre gekommen ist, entweicht über die obere Gebäudehülle oft unbemerkt die meiste Heizwärme. Eine professionelle Dachsanierung schont daher nicht nur die Umwelt, sondern senkt die monatlichen Energiekosten drastisch. Da die Kosten für eine neue Eindeckung inklusive zeitgemäßer Dämmung jedoch eine erhebliche Investition darstellen, stellt der Staat attraktive Finanzspritzen bereit. Wer die Förderung für die Dachsanierung klug beantragt, kann sich einen großen Teil der Kosten zurückholen.

Doch welche Fördertöpfe stehen bereit, wie hoch sind die Zuschüsse und worauf müssen Immobilieneigentümer unbedingt achten?

Welche Möglichkeiten der Dachsanierungs-Förderung gibt es?

Wer sein Dach energetisch auf Vordermann bringen möchte, kann im Wesentlichen zwischen zwei verschiedenen Förderwegen wählen: direkten Zuschüssen oder einem steuerlichen Vorteil.

1. Der direkte Zuschuss über das BAFA

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) vergibt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) direkte Zuschüsse für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle.

  • Die Grundförderung: Für die Dämmung von Dachflächen, Flachdächern oder der obersten Geschossdecke erhalten Sie einen festen Prozentsatz als Zuschuss auf die förderfähigen Kosten.

  • Der iSFP-Bonus: Haben Sie vorab einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) von einem Energieberater erstellen lassen, erhöht sich dieser Zuschuss um weitere 5 Prozentpunkte. Zudem verdoppelt sich das maximal anrechenbare Investitionsvolumen pro Kalenderjahr von 30.000 Euro auf 60.000 Euro.

2. Der Steuerbonus für Selbstnutzer

Sollten Sie die Frist für den BAFA-Antrag verpasst haben oder die bürokratischen Hürden scheuen, gibt es eine unkomplizierte Alternative: Wer sein Haus selbst bewohnt und das Gebäude älter als zehn Jahre ist, kann die Sanierungskosten steuerlich geltend machen. Über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg lässt sich so ein Prozentsatz der gesamten Sanierungskosten (inklusive Handwerkerlohn und Material) direkt von der Steuerschuld abziehen.

Was wird bei einer Dachsanierung alles gefördert?

Ein großer Vorteil der staatlichen Förderung zur Dachsanierung ist, dass nicht nur das Dämmmaterial selbst bezuschusst wird. Auch die sogenannten „Umfeldmaßnahmen“ – also alle Arbeiten, die zwingend notwendig sind, um die Sanierung überhaupt durchzuführen – sind förderfähig. Dazu gehören unter anderem:

  • Das Aufstellen des Baugerüsts und die Baustelleneinrichtung.

  • Der Abriss und die fachgerechte Entsorgung der alten Dacheindeckung (z.B. bei asbesthaltigen Materialien).

  • Die Erneuerung der Dachlattung und die Montage von Dachrinnen.

  • Der Einbau neuer, energetisch hochwertiger Dachfenster.

Technische Mindestanforderungen: Das Auge des Experten

Geld vom Staat gibt es nicht geschenkt – es ist an strenge technische Vorgaben geknüpft. Damit die Förderung der Dachsanierung bewilligt wird, muss der sogenannte U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) des fertigen Daches einen bestimmten, gesetzlich definierten Maximalwert unterschreiten. Das bedeutet: Die Dämmung muss dicker oder effizienter sein, als es das normale Gebäudeenergiegesetz (GEG) bei Reparaturen vorschreibt.

Aus diesem Grund ist die Einbindung eines zertifizierten Energieeffizienz-Experten/ Energieberaters zwingend erforderlich. Er prüft die Angebote der Dachdecker vorab, erstellt die notwendige Technische Projektbeschreibung (TPB) für das BAFA und bestätigt nach Abschluss der Arbeiten die korrekte Umsetzung.

Der richtige Ablauf: Schritt für Schritt zum Zuschuss

Damit bei der Beantragung der Fördergelder nichts schiefgeht, sollten Sie die folgende Reihenfolge strikt einhalten:

  1. Energieberater ins Boot holen: Lassen Sie den Ist-Zustand analysieren und idealerweise einen Sanierungsfahrplan erstellen.

  2. Angebote einholen: Suchen Sie den Dialog mit Dachdeckerbetrieben und lassen Sie sich Angebote erstellen, die die technischen Vorgaben des Energieberaters erfüllen.

  3. Vertrag mit aufschiebender Bedingung: Schließen Sie den Handwerkervertrag ab. Wichtig: Der Vertrag muss eine Klausel enthalten, dass er erst gültig wird, wenn die Förderzusage des Staates vorliegt.

  4. Förderantrag stellen: Reichen Sie den Antrag online beim BAFA ein. Wichtig: Dies muss zwingend vor dem eigentlichen Baubeginn (bzw. vor der Materialbestellung) geschehen!

  5. Dach sanieren lassen: Nach Erhalt des Zuwendungsbescheides starten die Handwerker mit der Arbeit.

  6. Geld kassieren: Nach Abschluss der Arbeiten reicht der Energieberater den Verwendungsnachweis ein und die Fördersumme wird auf Ihr Konto überwiesen.

 

Fazit: Investieren und langfristig profitieren

Die Förderung einer Dachsanierung reduziert die anfänglichen Modernisierungskosten spürbar. Wer die Sanierung mit einem iSFP-Bonus kombiniert, holt finanziell das Maximum heraus. Am Ende profitieren Eigentümer dreifach: Sie steigern den Wert ihrer Immobilie, schützen das Gebäude langfristig vor Witterungsschäden und senken die Heizkosten für die nächsten Jahrzehnte auf ein Minimum.

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