Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe ist ein technisches System zur Gebäudebeheizung und Warmwasserbereitung, das thermische Energie aus der Umwelt (Luft, Erdreich oder Grundwasser) gewinnt und diese unter Einsatz von Antriebsenergie (meist Strom) auf ein höheres Temperaturniveau anhebt, um sie für Heizzwecke nutzbar zu machen.

Funktionsprinzip

  1. Verdampfen: Das Kältemittel nimmt Umweltwärme auf und wird gasförmig.

  2. Verdichten: Ein Kompressor verdichtet das Gas, wodurch die Temperatur stark ansteigt (ähnlich wie bei einer Luftpumpe, die beim Aufpumpen warm wird).

  3. Verflüssigen: Die Hitze wird über einen Wärmetauscher an das Heizsystem des Hauses abgegeben; das Kältemittel wird wieder flüssig.

  4. Entspannen: Ein Expansionsventil senkt den Druck, das Mittel kühlt stark ab und der Kreislauf beginnt von vorn.

Arten von Wärmepumpen

Je nach genutzter Energiequelle unterscheidet man:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: Nutzt die Außenluft. Sie ist am weitesten verbreitet, da sie einfach zu installieren und kostengünstig in der Anschaffung ist.

  • Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme): Nutzt die konstante Temperatur im Erdreich über Erdsonden (Bohrungen) oder Erdkollektoren. Sie ist sehr effizient, aber aufwendiger in der Erschließung.

  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Nutzt die Energie des Grundwassers. Sie bietet die höchste Effizienz, ist jedoch genehmigungspflichtig und an wasserrechtliche Auflagen gebunden.

Relevanz für die Energiewende

Wärmepumpen gelten als Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors. Da sie, je nach Strommix, emissionsfrei arbeiten können und hocheffizient sind, werden sie durch staatliche Programme (z. B. im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude – BEG) massiv bezuschusst. Seit 2026 ist ihr Einsatz insbesondere bei Heizungstausch-Projekten oft die wirtschaftlich sinnvollste Lösung, um die gesetzlichen Anforderungen an erneuerbare Energien zu erfüllen.