GRW – Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur

Die GRW ist das zentrale Instrument der regionalen Strukturpolitik in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen wurde das bisherige RWP (Regionales Wirtschaftsförderungsprogramm) zum Jahreswechsel 2024 vollständig in die GRW integriert. Ziel ist es, durch Investitionsanreize Standortnachteile in strukturschwachen Regionen auszugleichen, Arbeitsplätze zu sichern und die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu beschleunigen.

Was hat sich geändert? (Aktueller Stand)

Mit der Umstellung von RWP auf GRW wurde das Programm deutlich entbürokratisiert und verschlankt. Berichtspflichten wurden reduziert und die Förderregelungen klarer strukturiert, um besonders kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Zugang zu erleichtern.

Die zwei Säulen der Förderung

  1. Gewerbliche Förderung:

    • Zielgruppe: Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (insb. KMU).

    • Geförderte Maßnahmen: Errichtung neuer Betriebsstätten, Erweiterung bestehender Kapazitäten sowie Investitionen in die Diversifizierung der Produktion oder grundlegende Prozessänderungen.Wichtig zu beachten: Eine Förderung ist an den Standort gebunden. Das GRW-Fördergebiet ist in C- und D-Regionen unterteilt. Je nach Einstufung der Region und Größe des Unternehmens variieren die maximalen Förderquoten (in C-Gebieten sind tendenziell höhere Zuschüsse möglich).

    • Fokus Transformation: Erleichterte Bedingungen für Investitionen in Netto-Null-Technologien und zukunftsweisende Transformationen.

  2. Infrastrukturförderung:

    • Zielgruppe: Kommunen, Gemeindeverbände und Träger wirtschaftsnaher Infrastruktur.

    • Geförderte Maßnahmen: Erschließung von Wirtschaftsflächen (3-Säulen-Modell), touristische Infrastruktur, Gewerbezentren (z. B. Gründerzentren) sowie berufliche Bildungseinrichtungen.

    • Förderhöhe: Zuschüsse zwischen 60 % und 90 % der förderfähigen Kosten.

Vorteile der aktuellen GRW-Richtlinie:

  • Höhere Anreize für KMU: Zusätzliche Impulse für Investitionen kleinerer Betriebe.

  • Fachkräftesicherung: Unterstützung für Regionen, die besonders vom Bevölkerungsrückgang betroffen sind.

  • Klimaneutralität: Gezielte Förderung von Projekten, die zur ökologischen Transformation beitragen.

 

In unserem Blogeintrag „Förderung auf Überholspur: Wie die (neue) GRW den Mittelstand entlastet“ können Sie noch einmal mehr zum GRW nachlesen.