CCF – Corporate Carbon Footprint

Der Corporate Carbon Footprint (kurz: CCF) beschreibt die gesamten direkten und indirekten CO2-Emissionen einer Organisation entlang des gesamten Lebenszyklus. Er ist ein zentrales Instrument, um die Klimawirkung einer Organisation zu messen und Handlungsfelder für mehr Nachhaltigkeit zu identifizieren.

Der CCF ist die Basis, um die verschiedenen THG und Ihre Global Warning Potenziale (oder einfach Auswirkungen auf die Erderwärmung) vergleichbar und messbar zu machen. Der CCF ist die Basis für Ihre Klimastrategie und zur Identifizierung von Handlungsfeldern.

Der Corporate Carbon Footprint (CCF) summiert alle direkten und indirekten Emissionen von Treibhausgasen eines Unternehmens. Oft wird der CCF auch CO2-Bilanz eines Unternehmens genannt, da er die THG-Emissionen in CO2-Äquivalenten-Emissionen bilanziert. Die Berechnung in CO2-Äquivalente-Emissionen geschieht, damit die verschiedenen Treibhausgase und deren Potenzial auf den Treibhauseffekt miteinander verglichen werden können. Die CO2-Äquivalenten Emissionen umfassen: 

  • Kohlenstoffdioxid CO2
  • Methan CH4
  • Distickstoffoxid (Lachgas, N2O)
  • F-Gase (Schwefelhexafluorid SF6, Stickstofftrifluorid NF3, teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe H-FKW/HFC und perfluorierte Kohlenwasserstoffe FKW/⁠PFC⁠)

Ein präzise berechneter CCF ermöglicht es Unternehmen:

  • Klimarisiken zu erkennen und zu steuern,
  • interne Einsparpotenziale zu identifizieren,
  • Handlungsfelder für eine Klimastrategie zu identifizieren,
  • Ihren (verpflichtenden) Beitrag zur Erreichung der globalen und EU-Klimaziele zu leisten,
  • Transparenz und Glaubwürdigkeit gegenüber Stakeholdern und Kund:innen zu stärken.

Welche Emissionen werden berücksichtigt?

Eine der weltweit am weitverbreitetsten Standards zur Erstellung einer Klimabilanz ist das GHG-Protocol (Neben ISO 14067/ 14064).

Greenhouse Gas Protocol (GHG) und unterteilt sich in drei Emissionskategorien:

  • Scope 1: Direkte Emissionen aus unternehmenseigenen Quellen (z. B. Heizkessel, Fuhrpark).
  • Scope 2: Indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie (Strom, Wärme, Kälte).
  • Scope 3: Weitere indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette – von Rohstoffgewinnung über Geschäftsreisen bis zur Entsorgung verkaufter Produkte. Diese Kategorie ist meist die umfangreichste und zugleich herausforderndste in der Erfassung.

Wie wird der CCF ermittelt?

Die Erstellung eines CCF erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Datensammlung: Energieverbrauch, Mobilität, Einkauf, Logistik etc.
  2. Kategorisierung nach Scopes
  3. Umrechnung der Verbrauchsdaten in CO2-Äquivalente mithilfe von Emissionsfaktoren
  4. Analyse & Berichtserstellung
  5. Ableitung von Maßnahmen und Zielen (z. B. Science-Based Targets)

Rolle des CCF in der Nachhaltigkeitsstrategie

Der Corporate Carbon Footprint ist eine fundierte Basis für klimastrategische Entscheidungen – etwa für CO2-Reduktionsziele, Investitionen in nachhaltige Technologien oder CO2-Kompensationsmaßnahmen. Auch im Zuge der ESG-Berichtserstattung gewinnt die Klimabilanz an Bedeutung, bspw. als verpflichtender Teil in der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive).

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