Was ist das ETS?
Das ETS (Emissions Trading System), auf Deutsch Emissionshandelssystem, ist ein marktbasiertes Klimaschutzinstrument, mit dem der Ausstoß von Treibhausgasen wie CO₂ reguliert und begrenzt wird. Es basiert auf dem Prinzip: „Wer mehr emittiert, zahlt mehr.“
Unternehmen, die unter das ETS fallen, müssen für jede ausgestoßene Tonne CO₂ ein sogenanntes Emissionszertifikat besitzen. Diese Zertifikate sind handelbar – daher der Name „Emissionshandel“. Ziel ist es, den CO₂ -Ausstoß schrittweise zu reduzieren und gleichzeitig wirtschaftliche Anreize für Investitionen in klimafreundliche Technologien zu schaffen.
Das ETS soll dazu beitragen, Klimaziele kosteneffizient zu erreichen – z. B. die Reduktion der Treibhausgasemissionen in der EU bis 2040 oder die Klimaneutralität bis 2050.
So funktioniert es:
Dadurch entsteht ein Marktmechanismus: Wer klimafreundlicher wirtschaftet, spart Kosten oder erzielt Gewinne – wer viel CO₂ emittiert, zahlt mehr.
Das bekannteste und größte Emissionshandelssystem ist das EU-ETS (European Union Emissions Trading System). Es wurde 2005 eingeführt und ist der erste und weltweit größte CO₂-Markt.
Teilnehmende Sektoren im EU-ETS:
Das EU-ETS deckt rund 40 % der gesamten Treibhausgasemissionen in der EU ab.
Nationale ETS – Beispiel Deutschland
Neben dem EU-ETS gibt es auch nationale Emissionshandelssysteme. In Deutschland wurde z. B. 2021 das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) eingeführt. Es gilt für nicht im EU-ETS erfasste Bereiche, vor allem:
Hier zahlen die Inverkehrbringer fossiler Brennstoffe einen fixen CO₂-Preis, der sich jährlich erhöht. Ziel ist es, auch in diesen Sektoren Anreize für klimafreundliche Alternativen zu schaffen.
Vorteile des ETS
Das ETS wird laufend weiterentwickelt:
Langfristig soll das ETS ein zentrales Instrument für die Klimapolitik der EU und ihrer Mitgliedstaaten bleiben – mit dem Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2050.
Das Emissionshandelssystem (ETS) ist ein wirkungsvolles Werkzeug zur Reduktion von Treibhausgasen. Es verknüpft Klimaschutz mit marktwirtschaftlichen Anreizen und macht CO₂-Emissionen zu einem wirtschaftlich relevanten Faktor. Für Unternehmen, Politik und Verbraucher:innen wird es zunehmend wichtig, die Mechanismen und Auswirkungen des ETS zu verstehen – um aktiv zur Klimawende beizutragen.
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